frau/woman


frau/woman/

zwischen Realität und Phantasie oder ein Kaleidoskop

-frau- ist eine Ausstellungsreihe, die in unregelmäßigen Abständen an verschiedenen Orten stattfindet. Zu jeder Ausstellung werden Künstlerinnen und Künstler eingeladen, ihre Arbeiten zu präsentieren.

Eine künstlerische Auseinandersetzung mit der Existenz von Frauen.
Verschiedene Blickwinkel auf Frauen und ihre Realität im Alltag sollen ungewöhnliche Sichtweisen ermöglichen. Dabei geht es nicht nur um das Sichtbarmachen von Positionen, sondern auch um ein Durchleuchten und Hinterfragen von Mechanismen in unserer Gesellschaft. Durch die unterschiedlichen Positionen, welche sich aus der Zugehörigkeit und Identität der betreffenden Künstler/innen ergeben, wird Vertrautes mit fremden Augen gesehen, plötzlich in einen besonderen Kontext gestellt.

Jede/r der Künstler/innen spiegelt sein/ihr Projekt auf der biografischen Erfahrung – frau -, kulturelle Unterschiede werden deutlich. Die Arbeiten geben Einblick in die Wirklichkeiten der Künstler/innen.

Diese Vielfalt kann wie ein Kaleidoskop gelesen werden.
Das Kaleidoskop ist ein Hinweis auf den Gedanken, die Welt als Ausschnitt und als Abbild in einzelnen Positionen darzustellen. Die vielfachen Projektionen können wieder zusammengesetzt werden, um eine neue Ganzheit zu bilden.

Idee

Der erweiterte Blick der Künstler/innen auf die Realität der Frau.
Zwischen Wunschbild und Realität spielt sich das persönliche Leben von Frauen ab.
- frau – steht an der Schnittstelle von inneren Zuständen und äußeren Einflüssen (traditionelle Denkmuster, Erwartungen, Mode und Rollenbilder). Sie sieht sich oft dem Zwang ausgesetzt, Idealbilder zu erfüllen. „frau“ sein pendelt zwischen Medientauglichkeit und Unsichtbarkeit. Das eigene Körpergefühl und die Sehnsucht, den vorgegebenen Maßstäben zu entsprechen, klaffen auseinander.
Der Blick auf „die Frau“ sucht die Entsprechung mit vorgegebenen Mustern aus der Werbung. Die Erfahrung, dem Bild nicht zu entsprechen, erzeugt oft sowohl bei Männern als auch bei Frauen Empfindungen der Frustration.

frau – Körper und Körperteile als Ausgangspunkt und Reflexionsfläche –
Der Schönheitswahn. Einer Norm zu entsprechen.

frau – Das Bild und seine Normierungen und Idealisierungen –
Nacktheit. Verbergen. Die Sehnsucht nach Idealen. Die große Mutter. Schwangerschaft. Fruchtbarkeit. Sexualität.

frau –Das innere Sein (die Seele, das individuelle Dasein) –
Wagnis gegenüber dem orientalischen Verständnis. Kulturüberschneidung. Sich zeigen. Gesehen werden. Auswandern. An der Grenze sein. Noch nicht angekommen sein.

Der ursprüngliche Ansatz ist ein emanzipatorischer, aus dem Blickwinkel von –frau – und – Künstlerin -.