Um den Tisch

Um den Tisch, ab 1987
Zeichnungen von Bildern, die ich in meinem Tisch sehe.

Der Tisch ist das Zentrum in einem Haus. Mein Tisch ist aus geflecktem Granit. In diesen Flecken kann ich wie in einem Bilderbuch lesen. Leonardo da Vinci (Traktat der Malerei) riet seinen Schülern sich mit Flecken zu beschäftigen, mit einem Klecks, den ein mit Farbe getränkter und an eine Mauer geworfener Schwamm hinterlässt. „…in solch einem Klecks kann man gewiss bizarre Dinge finden. Ich möchte sagen, dass derjenige, der die Anlage dazu in sich trägt, aus diesem Klecks zu lesen, darin einige menschliche Köpfe entdecken kann, verschiedene Tiere, eine Schlacht, einige Felsen, das Meer, Wolken, Wälder und tausend andere Dinge.“ Leonardo: „..es ist wie Glockenläuten, aus dem man das heraushört, was man als Vorstellung in sich trägt.“ Die Surerealisten wollten Gedanken freilegen, die unbewusst sind, daher deuteten sie Zufälliges assoziativ aus, arbeiteten mit dem Unvorhergesehenen, Zufälligem. Immer waren es Dinge, die zu der individuellen Bildwelt eines Künstlers passten. Pablo Picasso sagte: „.ich suche nicht, ich finde.“