Ausstellungen

Sa. 21. Mai – Fr. 10. Juni 2016

  • O liebliche Gegend! O herrlicher Ort! – Die Idylle und dahinter – Fotografien
  • Ali Al Taiee, I.F. Frauenberger, Thomas Fritsch, Mario Frühwirt, Wilfried Scherzer, Christoph Wölflingseder, Greta Znojemsky

Fr. 24. Juni – So. 7. August 2016

Sa. 20. August – Sa. 17. September 2016

  • relikt/reliquie:Violet Lodge3 – Installation, verschiedene Devotionalien, Bilder, Objekte, Tafeln, kleine Skulpturen.
  • Greta Znojemsky
  • Bring In Your Relics
  • Eine Einladung Ihre/Deine persönlichen Relikte zu bringen/zu schicken. Fotos von Gegenständen mit starkem Erinnerungswert werden gesammelt und ihr Gebrauch in einem kurzen Text erläutert.
  • Bei der Finissage der Ausstellung relikt/reliquie am Samstag, 17. September um 17h werden die beigesteuerten Fotos gezeigt und alle eingebrachten Texte gelesen.

O liebliche Gegend! O herrlicher Ort! 

Die Idylle und dahinter – Fotografien

Sa 21. Mai – Fr 10. Juni 2016

Von schwindelnden Felsen, von wilden Gärten und rauschenden Wäldern

Das Motiv der Natur wird oft romantisch gesehen. Grüne Wiesen, dichte Wälder, felsige Berge, Mondaufgang und Sonnenuntergang sind verbunden mit der Sehnsucht nach Harmonie, Wohlbefinden, Entspannung oder Rückbesinnung.

Vor allem in der Epoche der Romantik war die Natur ein beliebtes Thema. Die Natur, das Wandern wurden als Mittel gesehen, dem Alltag zu entkommen, sich selbst zu finden. Das verbindet uns, auch heute gibt es die Sehnsucht nach einem besseren Leben. Gesünder, stressfreier. Wir idealisieren gerne die Natur, nehmen sie als wichtige Ressource für persönliches Wohlbefinden wahr. Die Gegend um Reichenau an der Rax ist sicherlich ein solcher Sehnsuchtsort.

Die Ausstellung vereint Fotoarbeiten von drei „einheimischen“ Fotokünstlern, zwei„Zuagrasten“ und einem „Wiener“, der auch in Wien ein „Zuagraster“ ist. Dies lässt auf ein breites Spektrum von Motiven und Einblicken hoffen. Wobei die Schattseiten nicht ausgeblendet werden sollen.

Ali Al Taiee, I.F. Frauenberger, Thomas Fritsch, Mario Frühwirt, Wilfried Scherzer, Christoph Wölflingseder, Greta Znojemsky

 

„Zupf dir ein Wölkchen“ oder „Die Landlust der Städter im Sommer“ 

Fr 24. Juni – 7. August 2016

Malerei, Grafik, Fotografie, Objekte, Video, Performance

Zu den brennenden Themen unserer Tage gehören Umwelt und Klima, sie können niemanden mehr kalt lassen. Autoverkehr, Klimawandel, Ressourcenknappheit, Lebensmittelkrise, Bankenkrise, Flüchtlingskrise – das sind nur einige Schlagwörter zur Situation. Überfordert vom täglichen Schrecken wünschen wir Rückkehr zur heilen Welt, Reminiszenzen an Sommerfrische tauchen auf, Sehnsucht nach intakter Natur. Suche nach Einfachheit und Klarheit.

Eine Rückblende: Die höfische Gesellschaft entdeckte die „Sommerfrische“ im 19. Jahrhundert, sie verschob ihr gesellschaftliches Sommerleben in ländliche Gebiete. Das war der Beginn einer Entwicklung, die ganze Lebensbereiche wie Erholung, Freizeit und Urlaub aus dem Alltag auslagerte und die feine bürgerliche Gesellschaft aus der Stadt aufs Land brachte. Die Landlust der Städter im Sommer. Die Initiation kam von den Habsburgern. Kaiser Franz Joseph I. kam zur Jagd nach Reichenau. Eine Villa wurde zur Sommerfrische für die Kaiserkinder Rudolf und Gisela.

Sommer ist auch Reisezeit, heute gibt es einen Trend zu Fernreisen. Oder steht eine Renaissance der Sommerfrische an? Mit dem Konzept „Nature Reloaded“ setzt die Österreich Werbung für 2016 und 2017 Österreichs Natur in den Fokus.

„Zupf dir ein Wölkchen….“ Aus dem Gedicht ‚Sommerfrische’ von Joachim Ringelnatz.

Marion Bancher * Heide Breuer * Heber Ferraz-Leite * Gernot Fischer-Kondratovitch * I.F. Frauenberger *
Thomas Fritsch * Hans Glaser * Judith Grosser * Ewald Gynes * Maja Klapper * Oscar Larroca *
Florian Leibetseder * Gudrun Lenk-Wane *Ela Migacz * Ünsal Öksüz * Lilo Schär * Michael F. Schreiber *
Christiane Spatt * Helene Tschacher * Christoph Wölflingseder * Mirjam Wydler * Greta Znojemsky

 

relikt/reliquie:Violet Lodge3 

Installation, verschiedene Devotionalien, Bilder, Objekte, Tafeln, kleine Skulpturen
von
Greta Znojemsky

Eröffnung: Sa 20. August um 11h (mit Art-Brunch)
Dauer der Ausstellung: bis Sa. 17. September 2016
Finissage: Sa 17. September um 17h

Relikte sind Überbleibsel aus der Vergangenheit, an ihnen haftet Geschichte, die in Erinnerung bewahrt werden soll. Historische Belegstücke werden zu Devotionalien, weil Emotionen an ihnen kleben. Sie finden sich überall im Alltag: die Milchzähne des Erstgeborenen, die ersten Babyschuhe, die Haarlocke der Geliebten, die Reste der Spitzenstola der Ururgrossmutter.

Wann wird ein Relikt zu einer Reliquie? Eine starke Hinwendung an ideelle, geistige oder spirituelle Inhalte, die auf eine bessere Zukunft verweisen, erhebt das Relikt in den Rang einer Reliquie. Sie ist mehr als ein Erinnerungsstück für einen einzelnen Menschen.

Jordanwasser, Sand aus der Wüste, Steine vom Heiligen Grab, Stücke von den Olivenbäumen des Ölberges wurden in tiefer Liebe verehrt. Für den gläubigen Menschen des Mittelalters galten die jeweiligen Reliquien als echt, wenn sie Wunder bewirkten.

Für den modernen Menschen haben Reliquien dieser Art nur mehr geringe Bedeutung. Übernatürliche Kräfte, Schutz und Heilwirkungen schreiben wir anderen Dingen zu. Wir suchen unseren „Weg zum Himmel“ durch Verehrung bestimmter Schutzmarken, Logos und Schriftzeichen, sie verheißen Ansehen und Macht – Reliquienverehrung einer anderen Art.
Die Ausstellung ist eng mit dem Ort der Präsentation verbunden. Der Raum erhält ein mystisches Flair: Violet Lodge. Dies ist die dritte Station der Reise. Violet Lodge war schon in Wien und Bethlehem zu Gast, nun also Reichenau an der Rax.

Bring In Your Relics/Bring deine Erinnerungsstücke!

Fotos deiner/Ihrer Erinnerungsstücke werden in die Ausstellung integriert

Eine Einladung Ihre/Deine persönlichen Relikte zu bringen. Fotos von Gegenständen mit starkem Erinnerungswert werden gesammelt und ihr Gebrauch in einem kurzen Text erläutert. Die Fotos und Textzitate in die Ausstellung integriert.

Manchen Menschen sind bestimmte Erinnerungsstücke lieb und teuer. Die Vergangenheit ist darin konserviert. Was trägt es zum Glück bei, bestimmte Dinge um sich zu haben, zu bewahren, überhaupt sich an Vergangenes zu erinnern? Es geht nicht ums Ganze, sondern um “Fragmente”, Splitter, Bruchstücke der Erinnerung. Nicht wenige Menschen werden unglücklich, nur weil sie an toten Dingen hängen. Oder sind diese Bruchstücke der Erinnerung wichtige Katalysatoren für Sinnsuche und über die materielle Welt hinausweisende Angelegenheiten?

Bei der Finissage der Ausstellung relikt/reliquie am Samstag, 17. September um 17h werden die beigesteuerten Fotos gezeigt und alle eingebrachten Texte gelesen.